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Kleindiorama - Spielplatz für Jung und Alt
 

Da sich seit dem ersten Diorama, das ich 2011 für kurz vor der Großbahnmesse im Technikmuseum Berlin gebaut habe, im Sortiment  in 1:22,5 einiges getan hat, war an der Zeit mal wieder etwas für die Ausgestaltung des Messestandes zu tun. Außerdem ist der Landschaftsbau auch immer eine willkommene Abwechslung, nachdem abends die Pflichtaufgaben in der Werkstatt erledigt sind.

Thema sollte ein Spielplatz sein, auf dem neben anderen Artikeln hauptsächlich der Sandkasten, das Schachfeld und die Tischtennisplatte gezeigt werden. Zeitlich habe ich mich auf das Frühjahr festgelegt, die Zeit, wo es jeden bei den ersten Sonnenstrahlen nach draußen zieht, der Rasen schon wieder frisch aussieht und die Sträucher erstes Grün ansetzen.

Die Grundplatte ist ca. 45x45 cm groß. Der Spielplatz ist in drei Ebenen gestaffelt.
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Die Höhensprünge werden mit Palisaden und Pflanzringen ausgeglichen. Oberhalb der Palisaden steht später ein Geländer.
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Die untere Ebene ist den Kleinsten vorbehalten. Zum Sandkasten kommen auf jeden Fall noch ein paar Reifen und eine
Wippe. Dann werde ich mal noch einen Streifzug durch die Dekoabteilungen machen. Vielleicht finde ich etwas
passendes als Schaukeltier oder einen kleinen Zug, mal sehen.
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Bisher war das größte Problem, spielende Kinder zu finden. Aber bei Siggi Prehm bahnte sich bereits eine Lösung an.
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Auf der oberen Ebene steht eine Tischtennisplatte. Bei einer Messe hatte mich eine Besucherin darauf gebracht, dass man zur Platte gar nicht mal unbedingt Spieler braucht.
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Ein paar Bänke dürfen auch nicht fehlen.
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Auf der mittleren Ebene befindet sich ein Schachfeld. Die Figuren aus dem damals neuen Preiser-Set “Ernste Lage” passen einfach prima als Schachspieler.
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‘Das sieht aber gar nicht gut aus.’
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Er scheint sich seiner Sache sicher zu sein.
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Zwischendurch hab ich mich ein wenig mit der Begrünung befasst und mal versucht, ein paar Forsythiensträucher zu basteln.

Ausgangsmaterial für die Sträucher ist ein Kokosbesen. Ich finde, dass die Farbe der Kokosborsten ganz gut passt. Sicherlich wären Äste mit mehr Verzweigungen besser, aber die Borsten sind sehr strapazierfähig und das ist beim Messedio wichtig. Zumal einige Sträucher direkt am Rand stehen werden.

Die Borstenbüschel werden zunächst mit Kabelbindern zusammengeschnürt, damit sie bei den weiteren Arbeiten nicht auseinander fallen.

1. Bild, von links nach rechts:
abgeschnittenes Büschel
Borsten aufgefächert/auseinander gebogen
Büschel mit der Schere beschnittenMD3-016


Kleinere Sträucher habe ich genauso gemacht, nur dass das lange Büschel in der Mitte nochmal abgeschnürt und zerschnitten wurde.
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Neben den blühenden Sträuchern soll es auf dem Dio welche geben, bei denen gerade die Blattknospen aufplatzen und sich das erste Grün zeigt. Die Borsten werden mit Holzleim bestrichen (nur ganz dünn) und mit hellgrünen Flocken bestreut.
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Für die Forsythie hab ich Streumaterial "gelbes Laub" von Noch verwendet, bei dem aber der feine Anteil mit einem Küchensieb ausgesiebt wurde.
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Borsten wieder mit Leim bestreichen, diesmal etwas dicker, weil die Äste voller Blüten hängen sollen.
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Und weil bei der Forsythie zu dieser Zeit auch die ersten Blätter zum Vorschein kommen, werden auch hier gleich noch saftig grüne Focken aufgestreut. Es soll aber wirklich nur ganz wenig grün sein.
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Dann habe ich mich von der oberen Ebene aus vorgearbeitet.

Die Fläche um die Tischtennisplatte ist nun befestigt. Um den Überstand der Palisaden auszugleichen, mussten die Gehwegplatten noch auf eine 4mm dicke Unterlage geklebt werden. Damit passt die Höhe auch zu den Bordsteinen am Rand.
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Die restliche Fläche um die Tischtennisplatte und an der Bank wird begrünt. Hinter den Bordsteinen am Rand und in den Streifen zwischen Bordstein und Pflanzringen/Palisaden werden Sträucher gepflanzt.
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Da ist doch tatsächlich so ein Rüpel mit seinem Moped auf den Spielplatz gefahren. Aber Herr Meckermann (der Name ist Programm) ist schon zur Stelle.
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Wann immer sich die Gelegenheit ergibt, durchstöbere ich die Dekoabteilungen der Geschäfte nach brauchbarem Material. Diesmal fiel mir eine Tüte mit kleinen Bienen in die Hände, für die ich auch gleich eine Verwendung auf dem Spielplatz habe.

Mit etwas gebogenem Draht als Handgriff und Rückenlehne und einer kleinen Feder sind daraus zwei Schaukeltiere für die Kleinsten geworden.
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Dann ging's ans Pflanzen auf der oberen Ebene. Zunächst waren die kleinen Sträucher oberhalb der Palisaden dran. Die Geländerpfosten sind bei der Gelegenheit auch gleich gesetzt worden.
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Die Pflanzflächen müssen noch gemulcht werden, da kommt schon wieder das Gras durch. Dazu muss ich nur mal einen Moment abpassen, wo ich mit der Kaffeemühle alleine bin. ;)
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Und die Pflanzringe haben auch etwas Grün abbekommen. Allerdings gefallen mir die Grasbüschel nicht. Meine vorbereiteten Grasbüschel haben in der Werkstatt nen Abflug gemacht und lagen hinter einem Stapel mit Materialeimern. Da ich keine Lust auf Umräumen hatte, hab ich versucht, mit der Pinzette die Fasern direkt zu pflanzen. Die fliegen aber wieder raus.
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Dann hab ich noch etwas gespachtelt. Diesmal wurde die Masse aus Erde und Sand etwas flüssiger angerührt, damit gleich noch begrast werden kann.
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Eigentlich wollte ich danach auf der mittleren Ebene weitermachen. Da ich hierfür erst mal noch neue Sträucher ziehen musste, ging's inzwischen ganz oben mit der Gestaltung der Tischtennisplatte weiter. Netzgarnitur und Figuren sind angeklebt.
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Der Helm für den Mopedfahrer entstand aus einer Holz-Halbkugel aus dem Bastelgeschäft. Bissel dran rumgeschnitzt und Farbe drauf. Für die Kinnriemen habe ich die Isolation einer dünnen Litze verwendet.
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Zwei Tischtennisschläger und einen Ball brauchen die beiden auch noch. Der Ball ist eine Styroporkugel.
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Dann hab ich beim Streifzug durch's Bastelgeschäft diesen Zug entdeckt. Die Verkäuferin wunderte sich, weil X und Y sehr selten verkauft werden.
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Nach einer halben Stunde waren die Buchstaben und das Führerhaus ab und neue Aufbauten aus 1 mm Sperrholz drauf.
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Mittlerweile hat die Schlosserei die Wippe geliefert, zusammen gelötet aus ein paar MS-Profilstücken. Sie muss noch zum Maler.
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Die obere und die mittlere Ebene sind bis auf Details fertig.

Um den Standort der Wippe festzulegen, die ich vorsichtshalber schon auf dem Brett festkleben wollte, hab ich mal für die untere Ebene eine Stellprobe gemacht.
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Außerdem hab ich noch die Pflanzflächen gemulcht. Der Rindenmulch ist eine Mischung aus trockenem Laub (mit Stielen) und vertrocknetem Moos, alles in der Kaffeemühle kleingemacht und die groben Teile ausgesiebt. Das Moos hätte ich vielleicht besser weglassen sollen, andererseits verliert es ohnehin irgendwann seine grüne Farbe.
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Ein Problem, das bei den mit Sand/Erde/Weißleim-Gemisch gespachtelten Flächen immer wieder auftritt: Durch das Schwinden des Leims bilden sich an den Rändern der Flächen Risse, je dicker die Schicht und je fetter die Spachtelmasse, umso mehr schwindet die Masse beim Trocknen. Das lässt sich aber leicht durch Einkehren trockener Erde und Einträufeln von verdünntem Weißleim beheben.

Letztenende hat diese Ausführung für ein Messedio, dass immer mal rumgeschleppt wird, den großen Vorteil, dass auch wenn mal irgendwo aneckt, nicht gleich der Unterbau zum Vorschein kommt.
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Durch die geringe Größe des Dioramas konnte ich die Arbeiten auch mal in den Garten verlegen und an der frischen Luft mit der unteren Ebene weiter
machen. Die großen und kleinen Reifen hatte ich schon vorher aufgeklebt. Damit die Spachtelmasse durch das saugende Holz nicht gleich verreckt, wird die Oberfläche zuerst schrittweise mit Weißleim eingepinselt. Die Spachtelmasse besteht hier zum größten Teil aus Sand, nur mit etwas Erde.
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Nach einem Tipp war ich im Modellbahngeschäft und habe den neuen Unimog von Wiking in 1:160 gekauft. Mit umgerechnet ca. 1:7 dürfte er gut als Spielzeug passen.
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Der Zug hat inzwischen auch Farbe bekommen.
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Eigentlich wollte ich auf der unteren Ebene kein Gras pflanzen, weil das auf unserem 1:1-Stammspielplatz auch so ist. Bei einem Ausflug habe ich mal eine andere Variante gesehen: Zum größten Teil Sand, nur dort, wo nicht dauernd jemand rumlatscht etwas Grün. Das hat mir besser gefallen, sieht nicht so tot gespritzt aus.

Die Playmobil-Reifen machen sich richtig gut mit etwas Farbe.
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Auf dem Foto leider nicht zu erkennen: Der Sand ist nicht völlig glatt aufgezogen. Z.B. bei der Wippe, dort wo die Kinder sich mit den Füßen abstoßen, ist er ausgetreten.
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Das Schachfeld ist nun auch nicht mehr so leer. Wenn ich mich nicht vertan habe, ist schwarz schachmatt in zwei Zügen. Man sieht's dem Spieler an.
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Für die Sicherheit wurde auch was getan. Das Geländer am Tischtennisplatz ist fertig.
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Und mal noch ein Luftbild von der gesamten Anlage.
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Mit Kindern wirkt das Ganze doch gleich viel lebendiger. Hier auf der Großbahnmesse 2013 in Schkeuditz
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Wir bauen auf und reißen nieder ...
Auf dem unteren Teil gab es links vom Weg einige Sachen, die mir nicht so richtig gefallen haben:
1. Es war relativ eng, besonders zwischen Sandkasten und Zug.
    Eine Bank kommt weg, dafür rückt der Sandkasten etwas vom Zug weg.
2. Das Gras um den Zug herum und unter der Bank war zu lang und zu dicht.
    Eigentlich wollte ich das Gras an den Stellen, wo immer draufgetreten wird, kürzer und auch nicht so saftig machen.
    Leider ging das nicht so, wie ich mir das gedacht hatte.
3. Der tonhaltige gelbe Sand ist mir ausgegangen und ich hab selber etwas gemischt.
    Die Farbe des Untergrundes hat mit so nicht gefallen, es war die gleiche Mischung wie auf dem Weg, der auch als Durchgang
    benutzt wird und deshalb anders aussehen sollte als die Spielbereiche.

Also habe ich den Teil links vom Weg mit Stemmeisen und Hammer wieder eingeebnet. Da ich mir anfangs noch nicht schlüssig war, ob das so bleibt, hatte ich zwar den Untergrund nicht noch einmal mit Weißleim getränkt, damit die Erde nicht noch härter wird, aber es hat auch so gereicht. Besonders dort, wo Gras gesäht war, ist der Leim ordentlich in den Sand eingedrungen. Auch der Sandkasten hat's nicht überstanden, weil ich ihn vollflächig aufgeklebt hatte. Und das alles, obwohl der nächste Ausstellungstermin unmittelbar vor der Tür stand.
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Und ich bin damit (wieder mal auf den letzten Drücker) fertig geworden. An der grundsätzlichen Aufteilung hat sich nichts geändert. Um den Zug herum ist etwas mehr Platz und ein Kind, das rückwärts aus dem Sandkasten kippt, stößt sich auch nicht gleich den Kopf an der Lok. Und das Gras wächst nicht mehr so üppig wie vorher. Wenn der Leim fest ist, werden die Büschel noch etwas zurecht gezupft und später vielleicht mal noch das ein oder andere Grasbüschel gepflanzt.
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Mittlerweile müssen auch die beiden Schachspieler nicht mehr dursten.
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